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452 Release- und Updatemanagement implementieren

Modul
Release- und Updatemanagement implementieren
Kompetenz
Definiert aufgrund betrieblicher Anforderungen und Rahmenbedingungen das Releaseund Updatemanagement und trifft die entsprechenden Vorkehrungen für dessen Umsetzung.
Handlungsziele
1 Fasst logisch und funktional zusammengehörende Komponenten eines Systems zu Release‐Einheiten zusammen. K3
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Kennt Faktoren, aufgrund derer logisch und funktional zusammengehörende Komponenten zu einer Release‐Einheit zusammengefasst werden.
2 Kann eine Release‐Einheit mit ihren anwendungs‐, programmier‐ und systemtechnischen Verflechtungen beschreiben.
3 Kann die Verwendung der unterschiedlichen Release‐Arten Haupt‐, Neben‐ und Notfall‐Release erklären.
4 Kennt die Richtlinien für die Unterscheidung von Release‐Komponenten und Updates.
 
2 Leitet aus den technischen, betrieblichen und organisatorischen Anforderungen den Bedarf für ein neues Release ab. K3
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Weiss, wie die funktionalen Aspekte eines Release zu beurteilen sind und wie diese mit den betrieblichen Anforderungen abgestimmt werden.
2 Kann aufgrund der technischen, betrieblichen oder organisatorischen Anforderungen die relevante Release‐Einheit sowie die betroffenen Komponenten und deren funktionale Einbindung identifizieren.
3 Weiss, welche Interessenvertreter für die Definition und Planung eines Releases konsultiert werden müssen.
4 Kann die funktionale und zeitliche Release‐Planung auf die technischen, betrieblichen und organisatorischen Anforderungen abstimmen.
 
3 Erstellt die Beschreibung, aktualisiert die Versionierung des geplanten Release und erwirkt die Freigabe des zusammengestellten Release. K3
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Kann beschreiben, welche Informationen aufgrund der Release‐Zusammensetzung und der durch das Release verursachten Änderungen in Release‐ und Versionen‐Beschreibungen enthalten sein müssen.
2 Kennt die Parameter, welche die Versionen‐ resp. Release‐Nummerierung bestimmen.
3 Kann erklären, warum und wie Release‐Beschreibungen für die Vorbereitung einer Release‐Freigabe eingesetzt werden.
4 Kann erläutern, welche Stellen für die Freigabe eines Release zuständig sind sowie deren Einordnung im Freigabeprozess.
 
4 Stellt durch angemessene Tests sicher, dass das angestrebte Release alle gestellten Anforderungen erfüllt und überwacht die Erstellung des Release. K4
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Weiss, welche Stellen für die technische Umsetzung eines Release zuständig sind, und kennt deren Einfluss auf die Umsetzung.
2 Kann erklären, wie die Übergabe eines Release vom Release‐Bau (z.B. Engineering‐Team) zum Release‐Test (z.B. Systemtest‐Abteilung) geregelt wird.
3 Kann erklären, wie Release‐Einheit, Release‐Beschreibung und Release‐Art die Art und den Umfang der benötigten Tests beeinflussen.
4 Kennt die Einsatzmöglichkeiten von technischen Hilfsmitteln für die Automatisierung von Tests.
5 Kennt die Funktion und die Einsatzmöglichkeiten von Testanforderungen, Testspezifikationen, Testbeschreibungen und Testberichten.
 
5 Plant das Rollout eines Release inklusive dem Vorgehen, um im Notfall den ursprünglichen Funktionsstand wiederherzustellen zu können, und überwacht die Einführung des neuen Release. K3
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Kennt die verschiedenen Phasen einer Release‐Einführung und deren spezifische Funktion.
2 Weiss, welche Stellen eine Release‐Einführung technisch und organisatorisch durchführen und kennt die geeigneten Mittel um den Erfolg der Release‐Einführung zu überprüfen.
3 Weiss, wie Rückfallszenarien (Fallback) entwickelt werden, und kennt die Parameter, unter denen ein solches Szenario zum Einsatz kommt.
 
6 Führt die System‐ bzw. Anwendungsdokumentation nach und aktualisiert die Konfigurationsdatenbank. K3
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Kennt die Komponenten der Anwendungs‐ und Systemdokumentation, die von einem Release einer bestimmten Release‐Einheit betroffen sind, und kann deren Bedeutung erläutern.
2 Weiss, wie die Anwendungs‐ und Systemdokumentation gemäss den Release‐Änderungen nachgeführt und aktualisiert wird (Dokumente‐Versionierung, Dokumente‐Freigabe, Qualitätssicherung etc.).
3 Kennt die Bedeutung der Konfigurationsdatenbank und kann erläutern, wie die Release‐Einheiten in der betrieblichen Konfigurationsdatenbank abgebildet sind und wie die Konfigurationsdatenbank bei einer Release‐Einführung anpasst werden muss.
 
7 Definiert ein Konzept für das Management von Updates ausserhalb der Releasezyklen, um dringliche Sicherheitsaktualisierungen vorzunehmen. K5
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Kann erklären, aufgrund welcher Kriterien eine geänderte Komponente als Update (Sicherheitsupdate) oder als Bestandteil eines Release in den Betrieb übergeht.
2 Kennt technische Hilfsmittel für die Automatisierung des Updatemanagements wie selbstverwaltete Updateserver oder Programme und Dienste zur Updateverteilung.
3 Weiss, welche anwendungs‐, programmier‐ und systemtechnischen Anforderungen den Updatemanagementprozess beeinflussen.
4 Weiss, mit welchen Mitteln (Patchbeschreibungen, Tests, Beta‐Testgruppen etc.) Störungen im Betriebsablauf durch Updates minimiert werden können.
 
8 Definiert einen Prozess zur Erstellung und Verteilung von Notfall‐Releases, um applikatorische Anpassungen ausserhalb der Release‐Zyklen vorzunehmen. K3
  Handlungsnotwendige Kenntnisse:
1 Weiss, wie die Kriterien für einen Notfall‐Release zu definieren sind und wie Notfall‐Releases mit den betrieblichen Verantwortlichen abgestimmt werden.
2 Weiss, welche Faktoren (Dringlichkeit, Wirkungsbereich etc.) den Prozess für die Einführung eines Notfall‐Release beeinflussen.
3 Weiss, welche Vorkehrungen (Notfallszenario, Datensicherung etc.) im Zusammenhang mit einem Notfall‐Release getroffen werden müssen.
 
Kompetenzfeld
Quality Management
Objekt
IT‐System einer Unternehmung
Niveau
5
Voraussetzung
Systeme abgrenzen und Anforderungen spezifizieren (192)
Anzahl Lektionen
40
Anerkennung
Eidg. Fachausweis
Publiziert: 22.01.2015 08:34:24
Zu dieser Modulversion sind keine Leistungsbeurteilungsvorgaben vorhanden.
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